giveaway & gelesen: vom leben am rand der roten scheibe von kriemhild frieda marie mader

In unserem Haushalt ist Geschichte immer ein Thema gewesen, mit dem wir uns
alle viel beschäftigt haben. Meine Eltern wuchsen beide noch im Krieg auf. Es
gibt traurige Geschichten in der Vergangenheit, die darf man nicht
vergessen. Und ich glaube es gibt kaum Flecken in der Geschichte, über die
mein Papa nicht Bescheid weiß.

Dieses Interesse am Zeitgeschehen, heute wie damals, habe ich wohl geerbt. Vieles
habe ich mir direkt erzählen lassen. Aber genauso vieles aus anderen Epochen
und anderen Orten, wenn auch hier in Deutschland, liegt jenseits der
Schulfächer doch immer für mich noch im Dunkeln oder Halbschatten.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich von editionfredebold die Möglichkeit bekam das Buch „Vom Leben am Rand der roten Scheibe“ von Kriemhild Frieda Marie Mader zu
lesen.

Das Buch beschreibt das schwierige Leben im Sperrgebiet, als es noch die BRD und die DDR gab und Deutschland ein geteiltes Land war. Wie fühlten sich
die Menschen dort? Was waren ihre Träume und konnte man diese überhaupt
erfüllen? Ich habe einiges erfahren, dass mir vorher noch nicht bewusst war. Auch die Probleme die so ein Leben für die Familien mit sich bringt.

Die Autorin wuchs selbst im Grenzstreifen auf, weiß also wovon sie schreibt und hat autobiografisches mit in ihr Buch einfließen lassen. Wer Frau Mader gerne einmal live erleben möchte: Sie hält übrigens am 6. Juni im Grenzhus, das heutige Museum in dem Sperrgebiet um Schlagsdorf, eine Lesung.

Leider ist der Schreibstil von Frau Mader nicht mein bevorzugter, ich kann
nicht besonders gut Gedankensprüngen in Büchern folgen. Und wenn ich ein Buch
dann mal kurz weglege, macht es mir dieser Stil nicht leicht, wieder in die
Geschichte einzutauchen und mit den Charakteren eines Buches warm zu werden. Aber
da ist ja bekanntlich jeder Leser anders und euch bleibt die Chance selbst in das
Buch einzutauchen und euch eine eigene Meinung zu bilden, wenn ihr am
Gewinnspiel teilnehmt.

Zum Schreibstil selbst habe ich folgende informative Anmerkung vom Verlag bekommen. Es stecken also im Konzept zum Buch einige Gedanken. Genau wie in dem Versuch den abgehakten Stil an das abgehakte Leben zu dieser Zeit anzupassen:

Verlag
und Lektor Dr. Jochen Becker, Wiehl, haben sich gemeinsam dazu
entschieden, den besonderen und eigenen Schreibstil von Frau Mader
aufgrund ihrer Erlebnisse
nicht ändern zu wollen, um die Härte des Lebens, das abgegrenzte und
abgehackte Dasein literarisch zu transportieren.

Man muss sich das Leben so vorstellen:
Man
kommt als Kind aus der Schule, kommt nur nach Hause, in dem man seinen
Ausweis an der Grenze zum Sperrgebiet vorzeigt und nach dem Passieren
fällt hinter einem der Schlagbaum.
Auf der einen Seite der Schlagbaum, auf der anderen Seite der Grenzzaun.
Freunde
und Freundinnen dürfen nicht zum Spielen kommen und selbst zum
Geburtstag dürfen nur Verwandte ersten Grades mit einem extra -Monate
zuvor- beantragten Passierschein in das Grenzgebiet einreisen.
Wurde
der Sonnenuntergang im Westen, direkt hinter dem Grenzzaun
fotografiert, wurde die Kamera konfisziert, denn man darf nicht die
Grenzeanlage in irgendeiner Form „kopieren“. „

Ein schönes Gimmick zum Buch ist übrigens der Song „Sehnsucht“, den Purple
Schulz sogar extra dafür neu aufgenommen hat. Kaum ein Song könnte wohl besser
die Gefühle der Unterdrückung transportieren. (Hört hier rein in den Original-Song bei YouTube, sehr berührend)

Das E-Book ist mit der ISBN 978-3-944607-01-6 erschienen und gibt es für 9,99€ überall dort, wo es eBooks gibt.
Netterweise stellt mir der Verlag für eine Verlosung einen Gutschein-Code
zum Buch-Download zu Verfügung. Dieser wird nach der Auslosung dem Gewinner
oder der Gewinnerin zugesendet und macht den Download für alle gängigen E-Book-Reader
möglich. Wer also gerne selbst mehr über diesen Teil unserer Geschichte lesen
möchte, der schreibt mir bitte hier einen Kommentar mit seiner E-Mail-Adresse
bis zum 03.04.2015 um 23:00 Uhr. Gleiches gilt für Kommentare über Instagram,
auch diese hüpfen in den Lostopf.

Auch wenn es sich hier um eine gesponserte Post handelt, enthält dieser
meine private Meinung. Ich bedanke mich noch einmal herzlich, für die
Bereitstellung des Buches bei editionfrebold und den netten Austausch und Kontakt. 

Teilnahmebedingungen:

  • Teilnehmen dürfen alle Personen mit Sitz in
    Deutschland, die 18 Jahre alt sind. 
  • Mehrfachteilnahmen im Blog werden gelöscht. 
  • Ein zusätzliches Los kann man sich durch einen Kommentar über Instagram
    sichern. 
  • Nach Ablauf der Teilnahmefrist wird ein Gewinner oder eine Gewinnerin
    per Los ermittelt. 
  • Zur Kontaktaufnahme wird anschließend eine E-Mail an euch
    verschickt und der Verlag sendet euch einen Gutscheincode für den Download des E-Books
    zu. Eure E-Mails werden von mir ausschließlich zum Zwecke der Gewinnspielbenachrichtigung
    verwendet. Die Daten werden nur an den Verlag für die Versendung des Gutscheins
    und nicht an Dritte weitergegeben. Jedoch wird der Name des Gewinners hier auf
    diesem Blog veröffentlicht. 
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme an diesem Gewinnspiel wird
    diesen Teilnahmebedingungen zugestimmt.

Comments · 18

  1. Guten morgen Ela, ein sehr sensibles aber auch interessantes Thema. Ich bin zwar im Westen aber doch mit Dem Wissen aufgewachsen das da eine Grenze ist und wie es sich in etwa dort leben muss. Genau weis das aber ja wirklich nur jemand der dort gelebt hat.
    Für meine Kinder ist das ganze wirklich Geschichte und vielleicht deshalb auch so wichtig das es solche Literatur gibt.
    Ich wünsche Dir einen schönen Freitag, liebe Grüße Tina

    1. Ich kann eigentlich auch gar noch immer nicht fassen, dass ich die Einheit noch mitbekommen hab und unsere Kleinen gar nicht verstehen, was da eigentlich damals alles passiert ist. Wenn sie mal alt genug sind finde ich es auch wichtig ihnen das zu vermitteln.

  2. Guten Morgen liebe Ela!
    Danke für deine ausführliche ,informative Buchreview ,es ist immer eine Freude über neuen Lesestoff berichtet zu bekommen 🙂
    Wünsche allen die beim Giveaway mitmachen ganz viel Glück!

    Happy Friday Ela 🙂

  3. Liebe Ela, ich habe nicht am Ende der roten Scheibe gewohnt, sondern mitten in der roten Suppe – dort im Grenzgebiet muss es nochmal weitaus schlimmer gewesen sein, ständige Kontrollen und Besuchsbeschränkungen. Ja, ich würde dieses Buch gerne lesen! Liebe Grüße, Bärbel E-Mail: uefuffzichATgmailDOTcom

  4. Liebe Elsa,
    das klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Thema. Auch meine Familie ist geschichtlich interessiert (mein Bruder ist pensionierter Geschichtslehrer), aber da ich Österreicherin bin*), habe ich von der Grenze durch Deutschland vermutlich weniger mitbekommen als ihr. Allein schon die Sache mit dem Sonnenuntergang im Westen und den Freunden und Freundinnen, die nicht zum Spielen kommen dürfen, klingt richtig verrückt – und eigentlich ist es unglaublich, dass Menschen anderen Menschen so etwas antun. Leider passiert es immer wieder in der einen oder anderen Form…
    *) Mitspielen kann ich aus diesem Grund ja wohl nicht, aber ich drücke allen die Daumen, dei das Buch gern gewinnen wollen!
    Dank dir auch sehr für deinen Kommentar zum "Molligmodels"-Thema – ich hoffe ebenfalls, dass die Modewelt zum Thema "Was ist eine Übergröße" noch eine gesündere Einstellung entwickelt!
    Hab ein feines Wochenende!
    Herzliche Rostrosengrüße von der Traude

    1. Liebe Traude, das ist ein guter Einwand mit Österreich. Ich muss bei zukünftigen Gewinnspielen noch mal überdenken ob es nicht ein wenig ausgedehnt werden kann. Eigentlich denkt man immer so verrückte Dinge haben gar nicht passieren können. Aber leider gab es damals so vieles davon.
      Ganz liebe Grüsse

  5. Liebe Ela,
    klingt interessant, was Du über das Buch schreibst. Dass der Sprachstil der Erzählerin beibehalten wurde, stört mich nicht. Im Buch "Rabenkrächzen", das auch eine Lebensgeschichte erzählt, wurde ähnlich verfahren. Was die Geschichte noch authentischer machte. Ich mache also gerne bei der Verlosung mit.
    Ich stelle mir gerade vor, jemand würde meine Bilder konfiszieren, die ich von meiner Umgebung mache und ich könnte keine Freunde einladen. Unvorstellbar, was diesen Menschen zugemutet wurde.
    Lieben Gruß
    Sabine

    1. Liebe Sabine, ja wirklich unvorstellbar was damals alles nicht möglich war und in Einschränkung an Lebensfreude und Entfaltung gemacht werden durfte. Dein genanntes Buch sagt mir noch gar nix. Ich freunde mich ja mit anderen Stilen auch gern mal an, wenn der Inhalt interessant ist. Für die Verlosung Drücke ich dir einen Daumen mit.
      Liebe Grüsse

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