family cooking #003: der zauber der heimischen superfoods

Es ist sicher kein Geheimnis, dass sich die elablogt-Family gern mal alles mögliche sinnige und unsinnige aus dem Food Bereich stürzt. So konnten wir uns auch dem Superfood-Wahn nicht entziehen und haben Chia, Goji und Co. in unser Herz und unsere Küche gelassen.

Allerdings bemerkte Beate aus dem Bahnwärterhäuschen neulich, das wäre was für Grossstadt-Hipster. Schmunzelt der Küchenjunge hier noch eher, packt mich das gleich bei der Gartenehre *g*
Und darum sollen heute mal die heimischen Superfoods ans Licht und ins beste Licht gerückt werden. Denn die waren schon immer da und sollen auch mal Erwähnung finden. Gesunde und ausgewogene Ernährung ist sicher nicht nur was für den großeren Geldbeutel und die Hipster 🙂

Die Ribisel oder sauer macht nicht nur lustig

Für viele in Deutschland heißt das ja eigentlich Johannisbeere. Aber als waschechte Landkinder und Bayern, sagen wir halt Ribisel zu unserer ersten Superfrucht. Wir haben normalerweise einen bunten Sträuchermix im Garten (schwarze, weiße und rote), weil vor Allem die schwarzen die volle Vitamin C Power in sich tragen. Besonders gut halten in den heimischen Wintern tun allerdings die roten Zeitgenossen, unkaputtbar strahlen sie jedes Jahr von neuem und warten auf fleißige Erntehelfer zwischen Juli und August. Wir haben letzte Woche die Sträucher abgeräumt und fleißig Marmelade und Saft für den Winter eingekocht. Da weiß man was man hat.

Und den Saft nutzen wir gern um einen Heißen Johannisbeersaft herzustellen, hilft gegen manches Zipperlein ganz fein. Ich esse Johannisbeeren eigentlich selten so, weil sich dann automatisch alles bei mir verzieht. Der Küchenjunge stiehlt sich aber gern direkt vom Strauch. So ist das mit den Geschmäckern, total verschieden.

Übrigens noch in den Ribiseln zu finden, Vitamin A, Eisen, Calium und Phospor. Tut man also auch Augen, Haut und Knochen was Gutes.

Die Heidelbeere oder die Beere die eine glückliche Ela macht

„Himmel Kind! Was hast du denn schon wieder gemacht?!“
So lief das häufiger, wenn die Ela in den Heidelbeeren war. Die Dinger sind aber auch gemein. Auf einer Seite so lecker und auf der anderen färben sie dich fies ein. Ob Zunge, Lippen, Finger oder die schönen Kleider. Aber das ist es wert sich eine blaue Zunge zu holen. Denn die sind so lecker, die kann man direkt vom Strauch futtern. Und da sind wir uns uneingeschränkt einig! Von Juni bis September ist hier bei uns in etwa Erntezeit, abhängig vom Wetter.

Diese Powerbeere enthält unter anderem den schützenden, natürlichen Farbstoffe Anthocyane. Aber damit nicht alles. Mit ihrer hohen Konzentration an Antioxidantien schützt man gleich noch seine Zellen und hat nebenbei auch hier ein paar wichtige Vitamine (C und E) mitgefuttert.

Und weil beim Ernten meistens auch ein wenig übrig bleibt haben wir neulich den wunderbaren Kuchen den ich bei greenway36 entdeckt habe, nachgebacken. Superfood hin oder her, ein Kuchen hat sicher noch niemand geschadet. Wenn ihr mal Obst übrig habt, dann ran an diesen Schmandkuchen. Wir haben das Obst etwas anders gemixt und war „saulecker“ (O-Ton).

Ein von @elarama gepostetes Foto am 20. Sep 2015 um 1:17 Uhr

Ich hoffe ihr hattet Spaß bei unserem heutigen Ausflug in den Familiengarten. In dem wachsen übrigens mittlerweile auch sehr erfolgreich Gojibeeren, da kommt die Ernte noch und wir freuen uns sehr darauf! Im letzten Jahr hatten wir ganze Schüsseln und getrocknet dann über den Winter immer eine leckere Müslibeilage.

Wer diesen Monat wieder lecker mit der Familie gekocht hat oder wer ein paar tolle Rezepte zu Johannisbeere, Heidelbeere und Co. für mich und den Küchenjungen hat, ist herzlich eingeladen zum verlinken 🙂

Comments · 30

  1. Ela – was für ein toller Post <3 Meine Oma hat immer den besten Ribiselkuchen gemacht und ihr Saft von der Johannisbeere war legendär! Bei Fieber etc. haben wir den immer getrunken 🙂 Wir haben selber viele Sträucher im Garten aber gibt es fast keine Beeren. Die wenigen die drauf waren haben die Amseln gefuttert. Echt schade, wir können heuer weder Saft noch Kuchen machen 🙁 Hoffentlich wird nächstes Jahr besser :))))

    Liebste Grüße aus Wien und lasst euch eure Ernte schmecken :))

    Petra

    http://www.homeofhappy.at

    1. Meine Oma hatte auch ein Händchen für Kuchen. Da denke ich gern zurück, wenn ich Beeren abzupfe.
      Die Kirschen hat es bei uns dieses Jahr erwischt bei den Vögeln. Aber die müssen ja auch futtern. Ich gönne es denen 😀
      Ich drück aber nächstes Jahr die Daumen für unsere beider Ernte.

  2. Johannisbeeren hatten wir zu Hause auch im Garten in rot und schwarz. Gegen Erkältungen trinkt man in Norddeutschland heißen Fliederbeersaft. Wird aufs Gleiche drauf hinauslaufen mit den dunklen Wirkstoffen. Herb und sauer ist er auch, manchmal gebe ich Honig hinein.

    Das Bild mit den roten Beeren ist wieder mal besonders schön!

    LG Ines

    1. Ja ich glaub der heiße Holler oder Johannis sind wie euer Fliederbeersaft. Und auf jeden Fall wunderbar heilsam. Superfood eben 🙂
      Das mit dem Foto geb ich an den Küchenjungen, er hat sich an dem Tag viel Mühe mit unseren Fotos gemacht.

    1. Das wundert mich gar nicht so sehr, dass du das nicht kennst. Es ist wohl schon eine ziemliche Eigenart das lokal so zu nennen. Aber ich mag unseren Dialekt auch irgendwie total gern. Es hat mich gefreut, dass du das Thema auch noch mal hast Leben lassen.

  3. Jaaa… ich habe auch 10 Sträucher, rot, weiß und schwarz. Heuer hat mein Nerv nur für 2 große Schalen gereicht, die auch gleich verwurschtelt waren. Den Rest haben sich die Vögel geholt. Es sei ihnen vergönnt.
    LG Sunny

  4. Danke für die Verteidigung des heimischen Beerenobstes als Superfoods – von der Blaubeere wusste ich ja schon, dass sie äußerst gesund ist, da liegt es nahe, dass es für unsere anderen Beeren auch gilt. Mir geht es übrigens genauso.. direkt vom Strauch ist mir das zu sauer, genau wie bei Stachelbeeren! Da hab ich immer nur das Innere rausgesaugt, der Rest flog zurück ins Gebüsch 😉 Aber so ein toller Kuchen mit Johannisbeeren (am Besten noch mit Baiserhaube… lecker…), den lasse ich nicht gern stehen!
    Habt ihr auch Stachelbeeren im Garten?
    Liebe Grüße!

    1. Stachelbeeren haben wir tatsächlich auch im Garten, da machen wir immer ein paar Gläser Marmelade draus. Lecker!
      Und man muss ja nur wissen wie man sich selber die Beeren schmackhaft macht 😀

  5. Blaubeeren sind ein super Superfood, jawoll. Die liebe ich sehr. Und weil ich kein Großstad-Hipster sein will, nehme ich auch Leinsamen und kein Chia. Was nicht heißt, dass ich Chia nicht esse. Der Bäcker hat nämlich total leckere Chia-Brötchen im Angebot. Nun ja… Inkonsequenz ist mein Name. 😉

    Lieben Gruß!

  6. Hm, Johannisbeeren und Blaubeeren gibt es hier im Moment zum Frühstück, mit griechischem Joghurt und Müsli. Und Himbeeren und Brombeeren. Bei den Mengen, die hier vertilgt werden, werde ich vermutlich demnächst pleite sein. Die wachsen nämlich leider nicht im Garten, sondern im Hofladen…
    Als Kind habe ich es gehasst: Meine Eltern hatten gefühlt 100 Johannisbeersträucher im Garten und wir Kinder durften die dann pflücken und putzen. Und die jährlichen Ausflüge zum Blaubeerpflücken waren mir auch ein Graus. Bis man da so einen Eimer gefüllt hatte. Ich fand es schrecklich 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

    1. Ein Hofladen hat aber sicher beste Qualität zu bieten und so wirst du nicht nur pleite sondern auch 100 🙂
      Ich fand es als Kind eigentlich schon cool, auch aufs Erdbeerfeld fahren. Aber ich hab mehr gefuttert als geplückt. Meine Oma war die gute Sammlerin.

  7. uiii – meine lieblingsbeerchen!
    ich ess ja auch die johannisbeeren gleich so – und schüttel mich dann theatralisch 🙂
    blaubeeren gabs diesjahr massig im wald – da haben wir und wie die grizzlybären durchgefuttert…..
    danke für den link! xxxxxxx

    1. Du bist soviel härter als ich 😀 Mir reicht das theatralische schütteln meist einfach nicht aus!
      Blaubeeren hatten wir dieses jahr im Wald nicht gesehen, aber eine kleine Walderdbeer-Ernte hatten wir gefuttert.

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