die sache mit der fastenzeit…

Fastenzeit ist in Niederbayern ja so was wie ein gesetzlich vorgeschriebener Event. Erzkatholisch wie wir das sind, kommst eigentlich nicht dran vorbei. Jetzt bin ich aber als quasi Landflüchtler in die große Stadt München gezogen und hab das mit dem Fasten aber trotzdem ganz brav jedes Jahr wieder für mich durchgezogen.

Ha, eigentlich zum Lachen! Weil ich immer die erste bin, die bei Neujahrsvorsätzen aussteigt und propagiert, dass man Veränderung jeder Zeit starten kann. Warum also dann Fastenzeit? Ich weiß es nicht, ich grübelte darüber und ich kam auf gar keine bis einfach keine sinnvolle Erklärung.

Die Menschen mit denen ich allerdings bis jetzt so übers Fasten gesprochen habe, grinsten teilweise auch ein wenig voller Unverständnis und über meine selbst gesteckten Fastenziele.

Fastenzeit-Tee und ein Schnaps-Glaserl Saft dazu 😉

So geht es hier nicht nur um den reinen Verzicht, sondern auch um ein wenig mehr Achtsamkeit an sich. Das klassische Fasten beinhaltet bei mir kein Fleisch und kein Alkohol bis Ostern (hab ich mal schlau einfach all die Geburtstagsfeiern ausgeblendet, die da so kommen, nix Prösterchen!).
 Ich weiß noch, als Kind hab ich immer Fernsehen gefastet und das jetzt eigentlich nur, weil das immer am einfachsten wegzulassen war. Was bin ich damals ein schlauer Fuchs gewesen *hihi*
Zucker, Süßigkeiten und Kaffee stehen zudem auf meiner Einzuschränken-Liste. Soweit so normal…aber als wichtigsten Punkt hab ich mir vorgenommen jeden Tag etwas Nettes für jemanden zu machen. Jemand die Einkäufe mitbringen, wenn er selber grad nicht gut zu Fuß ist; dem Kollegen einen Kaffee kochen; einen Brief schreiben an jemanden, dem es nicht so gut geht…

Ist jetzt nicht so, dass ich sonst eine fiese B*** wäre. Aber zugegeben, im stressigen Alltag denk ich mir das ein oder andere Mal durchaus auch: Neee, was interessieren mich jetzt eure „Probleme“ und „Problemchen“!? Fragts halt, wenn ihr Hilfe haben wollt. Seit dem Aschermittwoch aber, also dem 1. März, interessieren sie mich einfach mal bewusst. Ich gucke Links und Rechts, biete einfach von mir aus Dinge an und ich bin selber auch gar nicht gestresster dadurch. Mal sehen ob sich das bis Ostern noch ändert oder ob es weiterhin ein positives Fasten-Experiment bleibt. Euch jedenfalls wünsche ich noch ein paar schöne Wochen bis Ostern hin, egal ob ihr nun fastet oder nicht. Denn das wichtigste ist hier ja auch wieder, jeder soll gern machen wie er möchte. 

Und was es sonst noch so zu erzählen gibt?

Das kleine Bloggertreffen vom Wochenende

Apropos nett, also in diesem Fall sogar supernett war das kleine Bloggertreffen am Wochenende mit Ursula von Frauenzimmer50plus und Sunny’s side of life. Ihr wisst ja mittlerweile, ich beschränke mich nicht nur aufs online Kennen. Wenn ich die Möglichkeit habe, dann schwatze ich gern auch mal offline. Dass ich dabei sonst immer das Foto machen vergesse ist allerdings auch kein Geheimnis. Bin ich zu beschäftigt mit den Mädels. *g* Aber diesmal hab ich es nicht vergessen!

Und da hatte ich gleich mal die Chance die neue Brille von Ursula live zu sehen und Sunny trug ihre brandneue Statement-Bluse, die sie auf ihrem Blog in diesem Post zeigt. Wir starteten gemütlich im Café Lotti (ein Mädchentraum in rosa & wird langsam Sunny und mein Stammlokal) und später waren Ursula und ich noch kulturell unterwegs im Lenbachhaus und ein wenig in der Stadt stöbern. Ein total gelungener Tag, vielen Dank an euch zwei. Und an alle anderen, wenn ihr also mal nach München kommen wollt, sagt mir Bescheid. Ich bin zu jeder (Schand)Tat bereit 😉

Soon to come: Layering-Look – ü30Blogger & Friends

Nicht verpassen: Nächste Woche startet am 20.03.2017 die März-Aktion der ü30-Blogger mit dem Thema Layering-Look. Diesmal werde ich leider nicht selber dabei sein, aber sicher ganz genau verfolgen, was sich meine Forums-Mädels so für dieses Thema ausgedacht haben.

Comments · 36

  1. Guten Morgen Ela, Deine Fadten Achtsamkeitsidee finde ich süß. Weiter viel Spass bei Deinem Experiment. Immer links und rechts gucken wäre eigentlich optimal, nicht nur bis Ostern. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Du das sonst nicht machst.
    Ich faste eigentlich nie in der offiziellen Fastenzeit. Ich bin ja gern der Quertreiber. Komisch aber wahr.
    Dieses Mal haben mich so einige Menschen inspiriert im Intervall zu fasten. Äwenn mir das weiterhin so gut tut, mach ich das aber weit über Ostern hinaus.
    Also wieder Quertreiber :))
    Gute Zeit Ela, liebe Grüße Tina

    1. Quertreiber haben sicher viel mehr Spaß Tina 🙂 die machen immer ihr eigenes Ding. Das Intervall fasten scheint mir aber auch ein wenig Trend zu werden. So viele berichten davon. Wenn das so gut tut, würde ich auch dabei bleiben

  2. Von eurem netten treffen hatte ich schon gelesen :))
    Fastenzeit ? Ich nehme mich das ganze Jahr zurück . Ich rauche nicht . Alkohol … max 1 glas Wein im Monat . Süßes … vertrage ich leider fast nix …. Da bleibt dann eh nicht mehr viel auf was ich verzichten könnte *gg. Aber ich hätte da eine Idee … alle die Ihr Handy nicht beruflich brauchen benützen es nur noch 1 Stunde am Abend *gg ^^^… Das wär doch mal was … oder ??
    LG heidi ( die jetzt überlegt auf was sie verzichten könnte … weil das Handy benützt ich nur wenn ich keine Telefonzelle finden kann oder mein Anschluss abstürzt )

    1. Ich denke auch es gibt bestimmt schon sehr viele Menschen, die generell so achtsam sind. Da ist sie Fastenzeit dann schon unmöglich, weil sich gar nix mehr finden lässt zum Verzicht oder ändern.

  3. Moin Ela! Ich habe diesen Kram mit der Fastenzeit ja nie verstanden, aber ich verstehe ja auch die Katholiken an sich nicht. 😉
    Verzicht auf Fleisch, Alkohol und Fernsehen wäre bei mir kein Problem, da ich eh Vegetarierin bin, kaum fernsehe und sehr wenig Alkohol konsumiere. Schlimmer wäre der Verzicht auf Kaffee und Schokolade! Nein, das wäre eher der Horror für mich!!! Bin zwar seit geraumer Zeit Low Carb unterwegs, trotzdem esse ich fast jeden Tag ein oder zwei Stück Schokolade. Das ist für mich Seelennahrung und muss einfach sein.
    Die Idee mit "jeden Tag eine gute Tat" finde ich schön – aber ich überlege gerade krampfhaft, wem ich selber gestern etwas Gutes hätte tun können. …und mir fällt nichts ein. Hmmm…ist es nicht ziemlich stressig für Dich, den Vorsatz jeden Tag bis Ostern umzusetzen?

    Herzliche Grüße von
    Kerstin

    1. Keine Sorge, die Katholiken verstehe ich auch nicht immer 😉 und ich bin ja mit denen aufgewachsen.
      Bevor ich jetzt leider krank wurde war es tatsächlich sehr einfach mit dem jeden Tag etwas nettes machen. Irgendwie hab es mehrmals am Tag die Möglichkeit und auch viele haben sich gefreut und das war toll. Wenn man flach liegt wird es aber dann krampfig und so musste ich es leider ein wenig pausieren gerade. Schade, aber ich kann maximal extra nett zu mir sein *lach*

  4. Hihi Ela, das mit dem Event gefällt mir 😀
    Euer Treffen scheint super schön gewesen zu sein, tolle Fotos sind dabei entstanden. 🙂

    Liebe Grüße!

  5. Haha, ich bin ja ganz bei Kerstin zum Thema Fastenzeit und Religion … 😉

    Habe damit einfach nichts am Hut, aber in diesem Jahr das Gefühl, das Thema Fastenzeit entwickelt sich gerade irgendwie ein wenig zum Trend. Selbst in unserer eher kaum katholischen Gegend verzichten immer mehr Leute auf dies und das. Ich möchte das nicht – wüsste auch ehrlich gesagt nicht, warum ich mich diesem "Trend" hier anschließen sollte, nur weil plötzlich immer mehr Leute auf diesen Zug springen … – wie schriebst Du bei Insta so schön: "Ich mach was ich will"

    Deine Idee mit der Achtsamkeit und dem links und rechts gucken finde ich allerdings sehr schön!

    Ja, und das Thema (Schand)-Taten kommt bei uns ja dann schon bald … 😉


    Gunda

    1. Für mich ist es ja nix neues mit der Fastenzeit. Wenn man das so kennt, dann kann man es auch nicht als Trend sehen fürchte ich 😉
      Aber andererseits find ich es gar nicht so schlecht, wenn es auch Menschen animiert ein wenig zu reflektieren und vielleicht sogar für sich was besser zu machen.
      Auf baldige Taten 🙂

  6. die Ü30er können ja dann ihren lagenlook bei den modischen matronen verlinken……
    ….oder darf man in der fastenzeit gar nicht ironisch sein? 😉
    du siehst – ich bin ein schlimmer heide und wenn ich "brav" sein will dann mach ich das das ganze jahr über. oder eben auch nicht. allerdings glaub ich an karma und dass man da nicht allzuviele minuspunkte anhäufen sollte. weil ich nicht weis ob ich es zum sterben nach varanassi schaffe…….
    xxxxx

    1. Ironisch kannst du immer sein. Außer du willst Ironie fasten, aber warum sollte man das. Sie würzt ja durchaus auch ein wenig das Leben.
      Und glaubt nicht eigentlich jeder an irgendwas? Und wenn es nur er selbst ist?

  7. Ich hab noch nie von der Fastenzeit in Bayern gehört.

    Ich faste nicht, halte von kurzzeitigen Einschränkungen oder anderen Sachen nichts. Dann lieber richtig und für immer. Ok, eine Ausnahme – einen Monat lang nicht shoppen. Wenn man das zu Fasten zählt, habe ich das auch schon gemacht. 😉

    Beste Grüße,
    Moppi

  8. Ich bin immer wieder total beeindruckt, wie ihr das mit dem Fasten immer schafft. Ohne Schoki würde ich unausstehlich sein und ohne Kaffee hätte ich jeden Tag Kopfschmerzen. Ich drücke dir ganz fest de Daumen, dass du das locker durchziehst – Halt durch 🙂

    Lg, Mny von http://www.braids.life

    1. Ich vermisse dieses Jahr komischerweise am meisten das Fleisch. Normal hätte ich auch gedacht, der Zucker wäre das schlimmste Problem. Aber manchmal wundert man sich ja über sich selbst 🙂

  9. Jaaa….. ein bissal Fasten schadet sicher nicht. Egal ob katholisch oder nicht.
    Du hast völlig recht. Ein absolut gelungener Vormittag, herzlichen Dank an Euch beide. LG Sunny

  10. Das war ein wirklich toller Tag in München und es hat Spaß gemacht, euch zu treffen. Schön war auch der Besuch im Lenbachhaus und der Bummel durch die Stadt mit dir. Bei Gelegenheit können wir das gerne wiederholen ;). Danke an euch beide. Vielen Dank auch für die tollen Fotos. Schönen Abend und liebe Grüße Ursula

  11. Willkommen im Club der Fastenden. 😉 Das hat hier nun keine religiösen Gründe, aber da ich am Invervallfasten eh schon dran bin, lasse ich in den kommenden Wochen auch gleich das Fleisch weg. Wollte ich eh wieder machen, weil sich da Ernährungsgewohnheiten eingeschlichen haben, die ich nicht mag. Aber unter uns: Wäre nun nicht gerade Fastenzeit, dann hätte ich es trotzdem gemacht. 😉

    Noch spannender finde ich ja deinen Vorsatz, deinen Mitmenschen ein kleiner Sonnenschein zu sein. Glaube zwar, dass du das ohnehin bist, aber diesbezüglich ein bisschen bewusster zu werden, ist wohl nie verkehrt. Die Idee spricht mich auf jeden Fall gerade sehr an. Und ehrlich… bei mir ist da durchaus Luft nach oben. 😉

    Herzlichen Gruß
    Anna

    1. Wir haben einen Fastenclub? Toll, da ist meine Einladung wieder verloren gegangen 😉
      Aber schön, wenn man nicht "allein" ist. Das Intervall fasten scheint dir ja richtig gut zu tun. Ist immer schön, wenn man so das richtige Ding für einen selber findet. Dann hoffe ich es bleibt weiterhin gut für dich und deinen Körper und ich freu mich, dass du meiner Idee auch was abgewinnen kannst. Dankeschön

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