Was war da so im … April 2022

elablogt Monatsrückblick April 2022
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April, April! Ja, ich gehöre zu den leichtgläubigen Menschen, die Anfang April 2022 auch auf unsinnige Scherze reingefallen sind. Aber ihr müsst zugeben, manchmal waren die Nachrichten in letzter Zeit so abstrus, dass man sich doch auch außerhalb des Aprils gefragt hat, wie kann das sein?!

elablogt Monatsrückblick April 2022
April 2022 – hätte besser sein können

Entdeckungen um mich herum

Natürlich gab es auch diesen Monat eine ü30blogger Aktion, die mit dem Thema Wanderlust bei mir mitten ins Herz traf. Ich liebe einfach neue Orte und kleine Entdeckungen. Weil sich große Sprünge gerade nicht bewerkstelligen lassen, habe ich mir eine Liste mit Orten, Cafes, Geschäften und Sehenswürdigkeiten im Umkreis und an von mir oft gefahrenen Strecken gemacht und so es zeitlich ging da ein paar Entdecker-Touren eingebaut.

Heimatentdecker
Unter anderem entdeckt hab ich schöne neue Cafés

Irgendwie würde ich mich aber tatsächlich mal wieder freuen, eine längere Reise zu unternehmen oder gar ein Flugzeug zu besteigen in die große, weite Welt. Ob das dieses Jahr noch etwas wird? Ich hab Zweifel. Habt ihr vielleicht schon einen schönen Urlaub oder eine Reise geplant? Dann nehmt mich bitte auf jeden Fall virtuell mit. Ich reise nämlich auch gerne so im Gedanken. Ihr auch? Dann kommt doch

Der Monatsrückblick Bücher April 2022

Der April war erfreulich lesefreundlich aus unerfreulichen Gründen. Desto mehr Zeit ich in Wartezimmern oder Krankenhäusern verbringen muss, desto mehr lese ich. Das ist quasi Realtitätsflucht at its best. Und mein manches Buch war immerhin sogar 560 Seiten dick (ok, ein paar waren auch recht schmal). Wer keine Bücher mach, muss dieses mal schnell und länger scrollen.

Fangen wir an mit meiner Guilty Pleasure Reihe. „The Secret Book Club „ von Lyssa Kay Adams ist sowas von Kitsch (manchmal mit etwas spicy Elementen), dass ich ursprünglich nicht mal damit anfangen wollte sie zu lesen. Aber jetzt freu ich mich tatsächlich immer auf das neue Buch. Überhaupt scheint mein Bedarf an Romcom und Liebesromanen zu steigen, obs das Alter ist? Seit dem ersten Band jedenfalls hatte ich mir gewünscht, dass Vlad Konnikov der fiktive, sanfte Eishockey-Riese mit Glutenallergie seine eigene Geschichte bekommt und das ist mit Band 4 „Ein Liebesroman ist nicht genug“ nun passiert. Die Autorin selbst schreibt im Nachwort sie hätte nie daran gedacht ihm ein Buch zu widmen, aber die Leser hätten immer wieder danach gefragt.

Danach ging es gleich weiter mit dem Finale meiner liebsten Fantasy-Trilogie der letzten Jahre „The Age of Darkness – Das Ende der Welt“ von Katy Rose Pool. Spoileralarm: Nein, die Welt ist nicht untergegangen. Traurige Momente gab es aber trotzdem genug. Was Sinn macht, weil eben auch im Leben nicht immer alles gut endet. Auch wenn mich hier keins der Bücher so mitgerissen hat wie der erste Band, ist die Reihe für mich immer noch eine Empfehlung. Zugegeben hätte ich einen bestimmten Handlungsstrang für mich gestrichen, weil ich da mit dem Charakter einfach nie warm wurde. Aber das ist wohl auch wie im echten Leben, man kann nicht jeden mögen.

Weiter ging es mit einem Sachbuch. Irgendwie lese ich diese in letzter Zeit immer mehr und gerne, vermutlich um die Welt zu verstehen. Klappt zwar nicht, aber man lernt immerhin was. In „Linke Daten, Rechte Daten“ schreibt Tin Fischer darüber, wie wir oft nur sehen, was wir sehen wollen. Abhängig von unserem persönlichen Standpunkt lassen sich Teile von Statistiken oder wenn man deren Hintergründe nicht auch beleuchtet wunderbar zum untermauern der eigenen Meinung nutzen. Denn auch Daten sind scheinbar nie eindeutig, also immer auch noch einen zweiten Blick riskieren.

Bei „Und keiner spricht darüber“ von Patricia Lockwood hatte ich die ersten Seiten den Drang es einfach wieder wegzulegen und direkt zurück in den Bücherschrank zu bringen. Es ist unglaublich schwierig reinzukommen, die Sprache klingt wie Twitter trifft Facebook und Gedankenfetzen fliegen drum herum. Komischerweise hat es danach eine ziemliche Sogwirkung bekommen. Empfehlen könnte ich es trotzdem direkt niemanden, weil es einfach zu schwer ist zu sagen, ob der-/diejenige reinfindet.

Kurzgeschichten kommen hier meist zu kurz. „In all deine Farben: Love Stories“ von Bolu Babalola hat die Statistik jetzt mal wieder ein wenig gehoben. Hier werden Mythen und berühmte Sagen um Frauen modernisiert, diverser aufbereitet und hier ist die Frau der Geschichte immer der Mittelpunkt. Gutes Konzept fand ich, teils sehr schöne Neuerzählungen. 100 Prozent überzeugt hat es mich trotzdem nicht. Sonderpunkte aber noch für das wunderschöne Cover.

Den ersten Band von „Mona“ von I.B. Zimmermann fand ich ja total kurzweilig und gut gelungen. Der zweite nun, hat mich persönlich etwas enttäuscht. Irgendwie passierte böse gesagt nix, außer die emotionale Entwicklung der Hauptpersonen und ihrer Beziehung zueinander. Mehr Romcom als Fantasy. Blöd für mich mich, weil ich die Nebencharaktere (Bärbel!!!) auch so gern mochte und mir mehr Team-Work und auch mehr „Kampf gegen das Böse“ gewünscht habe. Immer noch positiv, der locker leichte Schreibstil.

„Witchghost“ von Lynn Raven ist etwas was man so richtig Dark Fantasy gefühlt gerade wenig findet. Ein abgeschlossener Band und keine Reihe. Manchmal find ich das nämlich tatsächlich furchtbar, dass sich sowas über Jahre warten auf das nächste Buch hinzieht. Allein dafür gibt es ein Plus. Ansonsten war die Geschichte über eine Hexe die ihre Kräfte nicht nutzen möchte und gleichzeitig den Tod ihrer Familie rächt zwar ein wenig vorhersehbar, mit einem schwächerem Ende, aber immer noch für mich gelungen.

Nach dem eher leichterem Stoff von oben ist „Zusammenkunft“ von Natasha Brown wieder eines dieser Bücher, dass einen nicht direkt wieder los lässt. Die Angst vorm eigenen Versagen ist in diesem Buch gefühlt für mich teils übermächtig. Am offenen Ende des Buches wollte ich nicht, dass es zu Ende ist, ich wollte mehr Hoffnung, mehr Heilung.

Mein Highlight diesen Monat war tatsächlich das letzte Buch, dass quasi punktgenau noch gestern fertig gelesen wurde. „Die Schlange von Essex“ von Sarah Perry spielt im viktorianischen England, in dem Cora Seaborn nach dem Tod ihres Mannes endlich ihren eigenen Weg geht. Auf dem Weg lernt sie den verheirateten Pastor William Ransome kennen und, obwohl die beiden gefühlt nie einer Meinung sind, lieben. Besonders an dem Buch fand ich, dass aber gefühlt auch alle Nebencharaktere Tiefe hatten. Ich habe sowohl mit dem reichen, gutmütigem Arzt mitgelitten, wie auch mit der emanzipierten Haushaltshilfe Martha oder der Gattin von William. Es war ein richtiges abtauchen in diese Zeit. Ob die Schlange von Essex am Ende ihr Haupt wirklich erhebt? Das verrate ich euch mal noch nicht.

Töffi Movie Nights, Serien & Filme April 2022

Filme im April

Manchmal sollte man mich tatsächlich keine Filme aussuchen lassen. Ich hab nämlich ein Händchen für Drama und da ist quasi Weinen vorprogrammiert. Dieses Mal mit „The Nightingale“ (Amazon Prime). Dieser Film sollte eine Menge Trigger-Warnungen haben. Hat er vielleicht auch und ich habe sie überlesen?! Jedenfalls war ich absolut nicht vorbereitet auf das Grauen während der Kolonialzeit um 1825 in Tasmanien. Die Geschichte dreht sich um die Irin Clare, die in einer Strafkolonie dort die Hölle durchlebt und danach mit einem einheimischen Fährtenleser nach Rache sinnt. Es war ein guter Film und trotzdem kann ich ihn niemanden empfehlen.

Etwas daneben gegriffen laut Töffi hab ich auch mit „No Exit“ (Disney+). Eigentlich hat der Thriller alle Elemente die es braucht, einen Schneesturm, zusammen gezwungene Personen, von denen mindestens einer zwielichtig erscheint und dann noch ein entführtes Mädchen. Trotzdem konnte das Ganze uns nicht überzeugen.

Danach hab ich mich mal seit langem wieder ins Horror-Genre gewagt. Zugegeben es war etwas nebenbei geguckt. Aber weil es dunkel, neblig und usselig draußen passte diese Art der Filme großartig. „Countdown“ und „Fantasy Island“ (beides Netflix) waren für mich solide, wenn ich kein klare „muss man gesehen haben“-Tipps. In „Countdown2 gilt es eine App und damit einen Todesfluch auszutricksen, der dir deinen genauen Todeszeitpunkt nennt. Hat mich ein wenig an „Happy Deathday“ erinnert, von dem ich den ersten Teil persönlich wirklich empfehlen würde. Auf „Fantasy Island“ wird eine Fantasie der Gäste Wirklichkeit. Aber leider sind Fantasien wohl auch nicht mehr das was sie mal waren, jedenfalls laufen die wohl generell und immer aus dem Ruder. Und so wird hier aus dem Traum schnell ein Albtraum.

Gehört „Fresh“ (Disney+) eigentlich auch zum Horror-Genre oder ist es noch ein Thriller? Ich schwanke. Jedenfalls ist der Ekel-Faktor teils doch ganz schön hoch. Beginnen tut alles wie eine klassische Romanze. Mädchen sucht Jungen (online, wie man das heute so macht), Mädchen datet Trottel, Mädchen trifft charmanten Kerl im Supermarkt und wundert sich, dass man doch im echten Leben noch Männer kennen lernen kann. So weit, so normaler Trope. Aber dann beginnt der Twist und ich glaube so viele WTF-Momente wie hier hatte ich eine Weile nicht mehr. Daisy Edgar-Jones als Liebe suchende Noa und Sebastian Stan (jap, der aus den Marvel Filmen) als absoluter Psycho ergibt ein wirklich gutes Film-Duo.

Und schon wieder: Wer bei Filmen nah am Wasser gebaut ist, wie ich, sei auch hier gewarnt. „Supernova“ (Amazon Prime) ist eine dieser Filmperlen, wo ich ständig quasi was im Auge gehabt habe. Das Filmdrama spinnt seine Geschichte um ein Roadtrip zu Freunde und Erinnerungsorten von Tusker und Sam. Auf der Reise erfährt man als Zuschauer, dass Tusker an schnell fortschreitender Demenz leidet und bald nichts mehr von seinem Leben als erfolgreicher Schriftsteller und seiner Liebe zu Sam wissen wird. Stanley Tucci und Colin Firth geben dieses ältere Liebespaar so eindringlich und mit viel Tiefe, dass man quasi mitleiden muss.

Serien im April

Serientechnisch, wie kann es anders sein, natürlich habe ich die zweite Staffel von „Bridgerton“ (Netflix) gesehen. Gefallen hat sie mir im Ganzen nicht so sehr. Und das obwohl Jonathan Bailey als Anthony Bridgerton definitiv bei mir einen Stein im Brett hatte in Staffel 1. Warum es mir nicht so gefallen hat, die Dreiecksgeschichte ging für mich nicht direkt auf bzw. hat mich nicht so richtig mit fiebern lassen. Das Zerwürfnis Penelope und Eloise fand ich unnötig – weil ich will, dass die beiden Besties sind und auch sonst hatte es einfach ein paar Schwächen für mich. Hatte sicher auch schon die erste Staffel, aber die war noch so frisch und neu, da guckt man darüber weg. Und warum muss der arme Anthony eigentlich ständig baden?

Ein kleines Highlight hingegen war „Two Weeks to Live“ (ZDF Neo – Mediathek). Wer Maisie Williams nicht schon in Game of Thrones großartig fand, wird sie spätestens nach dieser Serie lieben. Die junge Kim wuchs abgeschottet von der Welt mit ihrer Mutter in einer Hütte auf nachdem ihr Vater ermordet wurde. Gefüttert mit Verschwörungstheorien und Schadstoffpillen (die nichts anderes als TicTacs sind), um sie von der Welt fernzuhalten, bricht sie eines Tages trotzdem aus dieser Einöde aus, um den Tod ihres Vaters zu rächen. Klingt nach hartem Stoff. Ist es aber nicht, es ist kurzweilig, teils super lustig und im Ganzen sehr gelungen.

Auf dem Tisch im April 2022

Aufläufe sind wohl mein neues Ding, denn gab es im letzten Monatsrückblick den herzhaften Knödelauflauf, leg ich euch im April den Croissant-Auflauf ans Herz. Der ist allerdings eher was für die Süßschnäbel unter euch.

Sieht schon ein wenig zum rein beißen aus oder?

Stolz bin ich auf mich weil, …

…ich alle Aufgaben und (unerfreulichen) Termine dieser Familie hinter mich gebracht habe. Langweilig war mir aber mal wieder nicht. Naja, vielleicht im Mai?! Dank Ostern ist wenigstens der Buch/Film/Serien-Count auch noch ein wenig weiter gestiegen, weil gesundheitlich zuhause bleiben angesagt war.

Und wie war bei euch der April, der macht was er will? Schreibt mir doch gern wieder eure Highlights in die Kommentare. Ich würde mich freuen.

Comments · 11

  1. Bisher ist keine Reise für dieses Jahr gebucht. Ich vermute, das wird auch nix. Mir ist noch nicht danach. Vielleicht spontan ein paar Tage im Sommer. Aber nicht weit weg.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Bei den Nachrichten heuer noch Scherze zu erkennen, ist wirklich eine Herausforderung!

      Einen schönen Lesemonat Mai außerhalb von Krankenhäusern und Wartezimmern wünscht Dir
      Ines

  2. Und ich verfolge deine Aufläufe weiter…. Lecker!!! Und deine Highlights des Monats! Möge der Mai mit Gesundheit und weniger Problemen weitergehen! 🙂
    Liebe Grüße,
    Claudia

  3. Schöne Cafés entdecken, das ist etwas schönes. Denn ich finde, davon gibt es zuwenige. Bei Fantasy bin ich raus, bei Thriller/Krimi drin. Der Auflauf sieht lecker aus und es klingt nach einem insgesamt sehr gefüllten Monat.
    Ich hoffe, dein Mai wird ebenso schön mit Langeweile an den richtigen Stellen.
    Liebe Grüße
    Nicole

  4. Ein sehr schöner Beitrag. Da hast du echt viel gelesen, Hut ab ;).

    Ich bin übrigens bei „Bridgerton“ ganz bei dir, fand Staffel 2 auch nicht so gut, die war vom Drama her drüber, das Liebesdreieck unnötig und vorhersehbar, Edwina hatte für mich auch zu wenig Ecken und Kanten und das „Falling Out“ zwischen Eloise und Penelope hat mich auch genervt. Lediglich die Chemie der beiden Hauptdarsteller, als des zentralen Liebespaares fand ich besser als in der ersten Staffel, genauso wie die Kostüme. Ich hoffe also, dass Staffel 3 wieder besser wird.

    Bei den Filmen: Fresh möchte ich auch noch anschauen, bin da echt gespannt, weil ich doch viel Gutes gehört habe, auch wenn er ziemlich eklig sein soll. Mal schauen, vilt. gucke ich den an Pfingsten. Ansonsten habe ich ebenfalls Countdown und Fantasy Island gesehen und jap, die sind solide. Gute Prämissen, aber leider nur mittelmäßig umgesetzt. Da wäre mehr drinnen gewesen, weil sie doch vorhersehbar sind. Trotzdem wurde ich aber gut unterhalten.

    Danke für dein liebes Kommentar Ela,
    bist du dennn jetzt schon dazu gekommen „Matroschka“ zu schauen? Ich hoffe natürlich, dass dir die zweite Staffel auch wieder gefallen hat. Ah sry mit „The Big Leap“ ist mir ein Fehler passiert, das wurde leider nach der ersten Staffel abgesetzt. Da du die Serie gesehen hast, endet die nun offen? Ich wollte nämlich auch mal reinschauen.

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